Aggressive Katze?!?

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Aggressive Katze?!?

Kennen Sie dass? Sie streicheln ihren Stubentiger und plötzlich, ohne erkennbaren Grund, dreht sich die Samtpfote um und attackiert Sie….

 

Der ein oder andere wird so seine Erfahrungen gemacht haben mit Haut – perforierenden Katzenzähnen, oder Rasierklingen-ähnlichen Krallen die sich blitzartig durch die eigene Haut ziehen.

Mal war es vorhersehbar, manchmal sogar selbst provoziert, einige Male aber auch aus nicht ersichtlichem Grund, und manchmal auch Teil einer regelrechten Attacke.

 

Aggressionen sind Teil des natürlichen Verhaltens, und gerade (die meisten Vertreter, Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel) das Raubtier Katze hat ein hohes Aggressionspotenzial, da es als Jäger und Erbeuter dieses „Feuer“ braucht um sich seine Nahrung zu sichern. Es ist ein natürliches Programm im Kopf, das abläuft wenn bestimmte Reize auftreten.

Und da ist jeder Typ anders. Der eine hat mehr Aggressionspotenzial, der andere weniger und ist dafür mehr Schlag „Couchpotatoe“.

Die meisten Katzen leben diesen Drang beim Freigang aus, bei Revierkämpfen mit anderen Katzen, beim ärgern des Nachbarhundes, oder einfach durch beobachten und drohen. Denn Aggressionsverhalten muss nicht immer körperlich sein, auch starren und ein fixierender Blick mit entsprechender Körperhaltung bedeutet für viele Katzen schon Aggression ausleben!

 

Nun sind die meisten Katzen heutzutage nicht mehr darauf angewiesen sich Beute zu schlagen und selbst zu ernähren. Sie bekommen ihr Futter auf einem Porzellantellerchen serviert.

Und wiederum die meisten Katzen sind heute Wohnungskatzen, haben keinen Freigang um sich draußen „Luft zu machen“. Doch das Aggressionspotenzial bleibt und möchte ausgelebt werden…

Den Couchpotatoe-Typen wird das nichts ausmachen, den Action-Typen allerdings schon.

Das Ventil muss sich irgendwo öffnen können, und wenn hier nicht Abhilfe geschaffen wird, durch zum Beispiel eine Zweitkatze mit der nach Herzenslust gebalgt werden kann, oder einem Halter, der wilde Jagdspiele organisiert, wird der Kessel irgendwann platzen.

Dies äußert sich dann durch plötzliche Jagdattacken auf die Waden des Halters, durch regelrechte Aggressionsattacken auf den Halter, oder durch Selbstaufgabe und Abstumpfung. Je nachdem ob die Katze eher extro- oder introvertiert ist.

 

Um die Aggressionen am richtigen Ort und zur richtigen Stelle raus zu lassen, und um die Intensität einzuschätzen, ist die Sozialisation das A und O der Katzenerziehung.

Und das übernimmt im besten Falle die Katzenmutter. Sie kneift und beißt ihre Kinder wenn die es übertreiben, und zeigt ihnen so wo die Grenze ist, wann der Biß zu stark war, oder wann die Aggressionen übertrieben werden. Es gibt nach der Aktion eine Reaktion, direkt und unmissverständlich. Dies passiert hauptsächlich wenn die Katzenkinder zwischen 6 und 12 Wochen alt sind.

Wird das Katzenkind also zu früh (vor der 12. Lebenswoche) von seiner Mutter getrennt, liegt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man eine unsozialisierte Katze bekommt, mit der es im Laufe des Lebens zu Aggressionsproblemen kommen kann.

Die Wahrscheinlichkeit steigt auch, wenn das Katzenkind ein Einzelkind war, denn es hatte nie Gleichaltrige mit denen es sich messen konnte, musste seine Mama nicht teilen etc.

Die höchste Wahrscheinlichkeit liegt aber bei Handaufzuchts-Katzen. Denn dort muss der Mensch die Sozialisierung übernehmen. Und kaum eine menschliche Katzenmama wird das kleine schutzbeauftragte niedliche Kätzchen kneifen und beißen. Doch genau das muss geschehen, denn sobald das Katzenkind rebellisch wird, muss eine Retourkutsche kommen – ansonsten lernt es keine Grenzen kennen. Dies kann im späteren Leben dazu führen, dass man den größten Tiger bei sich hat, der einem bei der kleinsten Aktion die ihm nicht passt, attackiert. Und dies dann mit Inbrunst, denn er kann nicht einschätzen wie stark sein Angriff war, er hat es nie gelernt! Dies hat nichts mit Bösartigkeit zu tun, sondern mit einer verpassten Sozialisierung!

 

Es gibt aber auch die ganz schwierigen Fälle, Katzen die wegen ihrer Aggressionsattacken letztendlich oftmals eingeschläfert werden. Hiermit sind nicht die Katzen gemeint, die bei einem Spiel mit ihrem Menschen übereifrig werden und sich um die Hand rollen und zubeißen, oder die, die beim vorbeigehen an den Fuß springen um ihn „zu erbeuten“ (was alles Formen der Jagd sind), nein, es geht hierbei um Katzen, die schlagartig ihren Menschen anspringen und attackieren. Sie kommen in einen Wahnzustand, sind nicht mehr ansprechbar und springen an den Oberschenkel, an die Seite, oder an den Kopf, beißen sich fest, oder beißen immer wieder kräftig zu und kratzen dabei. Ihre Ziele liegen höher, denn sie treibt nur eins: pure Panik.

Misshandelte Katzen können dieses Verhalten zeigen. Es gibt die, die sich „einigeln“ und zurückziehen, den Kummer in sich fressen und erstarren, und es gibt die, die lieber in Konfrontation gehen, bevor sie selbst in die Mangel genommen werden. In so einem Moment der Attacke, sind die Tiere nicht mehr zugänglich für irgendeine Art der Ablenkung, sie denken es geht jetzt um ihr Leben, und mit solch einer Inbrunst tun sie es dann auch.

Die Auslöser können dafür ganz unterschiedlich sein. Bei manchen Katzen reicht eine Berührung an der (für sie) falschen Stelle, andere hören ein bestimmtes Geräusch was sie mit dem erlebten verbinden, wiederum andere sehen eine Geste die für sie bedrohlich wirkt, wie ein Händeklatschen, ein Handtuch ausschütteln, ein schnellerer Gang…

Je nachdem was die traumatisierte Katze vorher erlebt hat und damit in Verbindung bringt. Für uns können das Handlungen sein die beiläufig stattfinden, und uns nicht bewusst sind. Deswegen ist es manchmal sehr schwierig den Auslöser festzumachen.

 

Hier hilft nur viel viel Geduld, viel Feingefühl, eine gute Beobachtungsgabe, Toleranz und Zeit. Katze und Halter brauchen eine Verhaltenstherapie, und Richtlinien an denen sie sich halten können.

Homöopathisch sowie mit spagyrischen Mitteln, und auch mit Bachblüten, kann man hier sehr gut unterstützen. Auch mithilfe der Tierkommunikation kann man hier viel erreichen, denn das Thema was die aggressive Katze beschäftigt, ist ein Trauma was aufgearbeitet werden muss, und was gleichzeitig zum Missverständnis zwischen Katze und Halter führt.

(der Halter denkt die Katze sei bösartig, „der Teufel“, die Katze denkt: eines Tages bringt er mich um, wenn ich nicht aufpasse und ihm zuvorkomme)

Vertrauen muss auf beiden Seiten wieder aufgebaut werden, was oftmals das schwierigste ist, denn die Katze hat Angst, dass ihr nach dem Leben getrachtet wird, und der Halter hat (aus berechtigten Gründen) Angst vor einer erneuten, brutalen und (in seinen Augen) unergründlichen Attacke.

 

 

 

 

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