Die Wasserkatze

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Wasserkatzen…

viele können mit diesem Begriff nichts anfangen und leben doch schon seit Jahren mit ihnen zusammen.

Sind es diese Katzen die ständig aus dem Wasserhahn trinken sobald er angestellt wird? Oder vielleicht Katzen die mit unter die Dusche gehen oder sogar in die Badewanne hüpfen? Auch nein…

Hier kommt die Lösung:

Wasserkatzen sind sogenannte Wassertypen die in der chinesichen Medizin bzw. im Taoismus zugeordnet werden. Es gibt, den Elementen nach geordnet, Holztypen, Feuertypen, Erdtypen, Metalltypen und Wassertypen. Ihnen kann man bestimmte Charaktereigenschaften zuordnen und auch Krankheitsanfälligkeiten, also worauf man achten sollte um den disponierten Erkrankungen vorzubeugen.

Heute möchte ich etwas zu den Wassertypen erzählen. Natürlich gibt es die unter jeder Tierart, aber die Wasserkatzen sind oftmals die, die es im Zusammenleben mit uns am schwersten haben.

Das Wasser hat im chinesischen folgende Eigenschaften:

 

Farbe: schwarz

unbalancierte Emotion: Angst

balancierte Emotion: Willensstärke

Schädiger: Kälte

Öffner: Ohren

Geschmack: salzig

Gewebe: Zähne, Knochen

Organe: Blase, Niere

 

Dies bedeutet (ich gehe nur auf die Katze ein):

Es betrifft oft dunkle Katzen, nicht nur schwarze, aber meist Katzen die einen großen schwarzen Anteil haben.

Die unbalancierte Emotion Angst, ist die Emotion, die die Wasserkatze schwächt und schädigt. Es sind sehr sensible Typen, die sich alles mehr zu Herzen nehmen als andere.

Da reicht eine Fahrt zum Tierarzt und die Katze benimmt sich schon im Korb als würde sie ermordet, oder verkriecht sich unters Kissen und zittert vor sich her. Jedenfalls wird jeder Stress von einer Wasserkatze schlimmer wahrgenommen als er eigentlich ist.

Auch ein umfallender Stuhl oder eine zugeknallte Tür kann eine Wasserkatze immens stressen. Ein (für die Katze traumatisierendes) Erlebnis kann sie komplett aus der Bahn werfen und über Monate bis Jahre in ihr für Unruhe sorgen!

Die balancierte Emotion Willensstärke ist meist das, woran es diesen Katzen fehlt. Dabei ist dies die gesundheitsfördernde Emotion die zur Heilung führt und die es zu unterstützen gilt.

Dies ist natürlich nicht einfach. Wie unterstützt man Willensstärke bei der Katze?

Man muss sie dazu bringen, über sich hinaus zu wachsen. Zum Beispiel hilft es diesen Katzen kleine Aufgaben im Alltag zu stellen, die sie auch schaffen kann. Nichts ist für eine Wasserkatze schlimmer als eine gescheiterte Mission. Also bitte nur leicht schaffbare Situationen! Z.B. kann man Leckerchen oder Fleischbrocken an eine Schnur hängen und sie so hoch hängen das die Katze sich strecken muss um dranzukommen. Man kann die Höhe von anfangs sehr niedrig, bis schließlich zu einem Meter Höhe langsam steigern. Wasserkatzen gilt es zu fördern die eigene Willensstärke zu entdecken. Auch ein Clickertraning (mit leisem Clicker) ist dazu bestens geeignet. Und natürlich viel Zusprache und Lob bei jeder Leistung, auch wenn es nicht geklappt hat. Wasserkatzen nehmen sich halt alles sehr zu Herzen 😉

Der pathogene Schädiger, also äußere krankmachende Schädiger ist die Kälte. Gut, grundsätzlich mögen es Katzen eh nicht kühl, aber es gibt doch die, die bei Wind und Wetter draußen sitzen und sich beregnen lassen. Dies ist dann keine Wasserkatze, denn die würde Nässe tunlichst meiden und immer die Wärme bevorzugen.

Sie würde auch in den heißesten Sommertagen noch in der Sonne liegen und die Wärme genießen…

 

Der Öffner sind die Ohren. Jedes Geräusch wird nicht extremer wahrgenommen, aber löst bei Wasserkatzen eine stärkere Reaktion aus als bei anderen Katzen. Laute Knalle sind der Super-GAU und die Katze sitzt stundenlang versteckt unter dem Schrank.

Die Angst der Wasserkatze wird meistens durch Dinge verursacht, die mit Lärm zusammenhängen. In der chinesichen Medizin wird unter anderem auch an den Ohren erkannt, welche Störungen an einer Krankheit beteiligt sind. Durch Geruch und Sekret der Ohren.

 

Der Geschmack ist salzig, das heißt jetzt nicht das Sie mal an Ihrer Katze lecken sollen um zu probieren wie sie schmeckt 😉

Es bedeutet, dass salzige Sachen gerne gegessen werden und die Wasserkatze stärken.

 

Die Wasserkatze ist meistens die schwarze, oder schwarz-weiße Katze, die sehr sensibel ist und bei der kleinsten Veränderung oder einem Ereignis unsauber wird. Oft ist sie die allein-lebende (oder Möchte-Gern allein-lebende) Diva, oder der stolze, und alberne, aber auch emotionale Kater.

Sie kann von sehr emotionsbeladend und emotionsauslebend bis hin zu tief in sich zurückgezogen und still sein. Meistens ist es das eine oder andere Extrem. Alle Emotionen werden von der Wasserkatze stärker wahrgenommen.

Sie leidet lange still in sich hinein, bis sie nicht mehr anders kann und durch Urinabsatz an (für uns Menschen unerwünschten) auffälligen Orten, auf sich aufmerksam macht.

Viele Menschen sehen das als bösen Willen an („die will mich bestrafen“), dabei hat die Wasserkatze keine andere Möglichkeit sich mitzuteilen als das sie mit Pipi spricht!

Sie möchte uns damit nur sagen das etwas nicht stimmt und sie sich unwohl fühlt.

Und das kann von einer Kleinigkeit bis über ein grundlegendes Problem alles sein. Um dies herauszufinden ist eine Tierkommunikation und/auch die Tierpsychologie sehr hilfreich, denn die Katze hat hier die Möglichkeit ihre Probleme mit zu teilen und die Ursache kann dann beseitigt werden.

 

Die Wasserkatze ist aber auch und vor allem eine Katze, die häufig Probleme mit Blasenentzündungen hat, oder mit Harnkristallen/Harnsteinen.

Wird so eine Katze gegen diese Erkrankungen behandelt, ist es immer wichtig auch die Psyche zu beachten, denn die ist nicht selten der Auslöser!

Sicherlich trifft es auch andere Katzen, da dies meist hausgemachte Erkrankungen sind, aber die Wasserkatze ist besonders anfällig in den Bereichen Zähne, Knochen, Nieren und Blase.

Wer also mit solch einem empathischen und sensiblen Tiger zusammen lebt, dem ist geraten sich anzupassen, sensibel zu sein und jeglichen unnötigen Stress zu vermeiden 😉

 

(vielen Dank an Andrea Finger für dieses tolle Model und Foto!!)

 

 

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