Zeckenprophylaxe: Pharma vs. Natur

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Wer mag sie schon…diese kleinen, achtbeinigen Insekten die sich blutrünstig an unseren Tieren und an uns festsaugen…still lauernd in Büschen und Gräsern, nur darauf bedacht uns das kostbare Blut zu klauen und im schlimmsten Falle noch fiese krankheitserregende Bakterien zurückzulassen…

Ja, Zecken haben keinen guten Ruf, auch wenn Ihnen eigentlich etwas Respekt gebühren sollte, schließlich sind sie absolute Überlebenskünstler, in ihrem Lebensraum geradezu perfektioniert, und sie besiedeln diese Erde schon einige Jahrhunderte länger als wir.

Gar ehrfürchtig müsste man sein wenn man bedenkt das schon die Dinosaurier und Urvögel Zecken an sich hängen hatten 😉

Aber an uns haben möchten wir sie nicht. Und auch nicht an unseren Haustieren. Und das leuchtet jedem ein, denn nicht nur der unangenehme Stich und der Ekel-Faktor, auch die eventuell übertragbaren Krankheiten führen zu einem Schweißausbruch auf jeder Tierhalterstirn.

 

Also gilt es die Waffen auszufahren und Krieg zu führen. Denn mit sich reden lassen die ja nicht. Im Kleinen wie im Großen, im Mikrokosmos wie im Makrokosmos.

Und lustig wie traurig sind da die Parallelen.

Immer stärkere und größere Waffen werden aufgefahren, immer tödlichere Mittel, immer mehr Kombinationen in den Wirkstoffen, damit auch gleich alle anderen Insekten wie Flöhe, Flohlarven, Stechmücken, Sandmücken, Bremsen und Co, sorry, ich vergaß es fast, am besten auch direkt innerliche Parasiten wie Würmer aller Art auf einmal zerstört werden, und auch keine Neuen kommen. Wir halten uns unser Tier steril für eine bestimmte Zeit, damit unsere Freigänger Katze bloß kein Flöhchen in unsere Ikea-Wohn-Welt mit einschleppt. Denn Konfrontation mit diesen ekligen Dingern, nein, das möchten wir nicht.

Entschuldigen Sie bitte, ich bin ein wenig gebrandmarkt in diesem Thema 😉

 

Was hatte ich vorhin geschrieben? Zecken sind Überlebenskünstler?

Oh ja, sehr erfolgreiche. Insekten generell. Aber Zecken und Kakerlaken teilen sich da die Krone. Selbst wenn eine Atombombe die Erde verseuchen würde, Zecken und Kakerlaken bleiben. Ob uns das passt oder nicht.

Gut, den meisten von uns unterstell ich jetzt nicht das sie Zecken für immer ausrotten möchten (oder doch 😉 ? ), schließlich ist unser Anliegen ja nur, unsere Tiere vor den gefährlichen Krankheiten wie Borreliose, Anaplasmose, Babesiose und Co zu schützen.

Wobei auch sehr viele einfach nur einen Ekel vor Zecken haben und gar nicht die mögliche Krankheitsübertragung im Sinn haben, sie wollen einfach nicht mit Zecken und Flöhen konfrontiert werden.

Deswegen fragen wir uns als Otto-Normal-Verbraucher:

wie kann ich mein Tier vor Zecken/Flöhen schützen?

Und die Pharmaindustrie wäre nicht die Pharmaindustrie wenn sie da nicht einen riesigen Markt für aufgefahren hätte…

 

Hier folgen also ein paar der erhältlichen Antiparasitika, ich werde sie etwas genauer beleuchten…

 

 

Frontline

Kennt sicherlich jeder, ist es doch durch Werbung und auch den Verkauf in Apotheken mit das bekannteste Mittel.

Der Wirkstoff Fipronil ist mittlerweile ein Oldie, er tötet Zecken, Flöhe und Haarlinge ab.

Es wird per Spot on, oder mit Sprühflasche aufgetragen, reichert sich in der obersten Hautschicht und den Talgdrüsen der Tiere an und wird so über das Talg an den Haaren weitergegeben. Es greift das Nervensystem der Insekten an, die durch Übererregung sterben.

Flöhe sterben ein paar Stunden nach dem Einstich und fallen ab, Zecken genauso, sie bleiben mit ihrem Stechapparat aber hängen und trocknen ein. Deswegen sieht man sie trotzdem oft noch. Und sie sterben erst wenn sie gesaugt haben, da Zecken bis zu 12 Stunden auf ihrem Wirt umherlaufen um den besten Platz zu finden, kann man sie auch trotz Frontline noch lange krabbeln sehen.

Da aber unsere unliebsamen Zecken und Flöhe wie erwähnt Überlebenskünstler sind, haben sie sich längst daran gewöhnt und lachen drüber. Es sind Resistenzen entstanden (auch wenn das die Hersteller vehement verneinen und auf Anwendungsfehler hinweisen).

Als Tierarzthelferin habe ich vor einiger Zeit ein Seminar von der Herstellerfirma besucht, das extra aufgefahren wurde weil Tumulte laut wurden das Frontline nicht mehr wirken würde. In diesem dreistündigem Seminar ging es ausschließlich darum, auf Anwendungsfehler zu plädieren und Gegenargumente zur angeblichen Unwirksamkeit zu liefern. In Videos wurde verdeutlicht wie wirksam Fipronil ist, denn im Labor gezüchtete Zecken und Flöhe wurden direkt mit dem Wirkstoff konfrontiert und die Zeit wurde gemessen bis sie in ihren letzten Zügen lagen.

Fakt ist, und das sehe ich u.a. in der Praxis ständig, dass Tiere die mit Frontline behandelt wurden, (auch regelmäßig über mehrere Monate hinweg) die munterste Flohparty auf sich toben hatten.

Die Besitzer berichten immer wieder von massivem Zeckenbefall trotz Frontline und es kann ja auch nicht sein das auf einmal alle Besitzer zu doof geworden sind die Ampullen aufzutragen und Anwendungsfehler machen…

Aber man muss zugeben, von allen chemischen Antiparasitika-Giften ist Fipronil vielleicht noch das am wenigsten schlimmste.

 

Vectra 3D

 

ist eine weitere Kombinationswaffe mit den Wirkstoffen Permethrin, Dinotefuran und Pyriproxifen. Es ist ein Repellent (abwehrendes Mittel) und für die die trotzdem stechen, stark tödlich durch wiederum Überreizung des Nervensystems.

Für Katzen ist es TÖDLICH, also bitte NIEMALS anwenden!!

Die Zulassung ist auch nur für Hunde. Es gibt noch das Vectra felis, was allerdings nur den Wirkstoff Dinotuferan beinhaltet und somit ausschließlich gegen Flöhe wirkt.

Vectra 3D wirkt gegen Zecken, Flöhe, Stechfliegen, Mücken und Sandmücken.

Wirksam ist es, aber für welchen Preis?!?

Ein Blick auf die Wirkstoffe…

 

Permethrin:

Es ist mit das tödlichste Nervengift für Insekten. Es wirkt bei Kontakt, aber auch bei Verzehr.

Insekten sterben einen langsamen Tod, was nicht gerade von Vorteil ist bei Zecken die dann noch genügend Zeit haben in die Stichstelle zu speicheln.

Es steht außerdem stark im Verdacht krebsauslösend zu sein.

Am Rande, in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde Permethrin für die Land- und Forstwirtschaft die Zulassung entzogen, das heißt schon was! Aber für unsere Tiere ist es natürlich absolut ungefährlich…

 

Pyriproxifen:

Es dient in erster Linie dazu, junge Stadien der Flöhe wie Larven und Eier in der Umgebung abzutöten indem es ihr Wachstum hemmt (es wirkt auf Hormonbasis). In Kombination mit Permethrin potenziert es sich hoch und wirkt so auch tödlich gegen ausgewachsene Flöhe.

 

Dinotuferan:

Tödlich für Zecken, Flöhe und ihre niederen Stadien, Zeckenrepellierend und vorbeugend wirksam gegen Stechmücken und Sandmücken. Klingt eigentlich auch toll. Aber auch hier wagen wir einen Blick tiefer hinein.

An diesem Wirkstoff habe ich ehrlich gesagt einen Narren gefressen.

Denn es ist ein Mitglied der Neonikotinoide.

Wer Neonikotinoide noch nicht kennt, sie sind ein großer Grund für das Bienensterben und die Verpestung unserer Natur (neben Glyphosat).

Das Zeug reichert sich im Körper an und wird ausgeschieden über Urin und Kot.

Dort kann es bis zu drei Jahre die Umwelt und ihre Bewohner vergiften. Das bedeutet, eine aufgetragene Ampulle die 4 Wochen wirksames Gift gegen Stechinsekten über und in den Körper verteilt, richtet einen Gift-Schaden über drei Jahre hinweg für alle Lebewesen an, da das Gift in Böden und Grundwasser angereichert wird! Und das ist nicht nur für sämtliche Insekten (auch die „beliebten“ wie Schmetterling, Bienen und Marienkäfer), Wasserorganismen, Fische, Amphibien, Reptilien und Pflanzen schädlich, sondern letztendlich auch für uns, da unser Essen aus dem Boden kommt, und unser Grundwasser uns als Wasserversorgung dient.

(Aber ist natürlich weit hergeholt zu behaupten das mit ein so `ner kleinen Ampulle die ja nur Flöhe und Zecken abtötet, so ein riesiger Schaden aufsummiert wird. DAS würde doch keine Zulassung bekommen, oder?)

Wenn Sie mögen googeln Sie bitte mal nach DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan), das ist ein Vorgänger von Dinotuferan, der seit den 1940 jahrzehntelang sorglos in der Landwirtschaft eingesetzt wurde, und schließlich 1970 verboten wurde, weil bemerkt wurde das es sich nicht nur in Tieren anreichert (die wir essen), sondern auch in uns Menschen! Pfui…

Aber zurück zum Dinotuferan. Dieses Neonikotinoid ist 7000fach höher in der Giftwirkung als DDT!

Allein das sollte als Ablehnungsgrund genügen. Übrigens, in der EU hat Dinotefuran als Pestizid in der Landwirtschaft keinerlei Zulassung! Aber für unsere Haustiere ist es ja gut genug.

 

Hatte ich schon erwähnt das es sehr gut wasserlöslich ist und sich sehr schnell über den Körper ausbreitet? Nein? Nun, damit wirbt der Hersteller.

Ist ja auch toll, unsere Tiere lecken sich viel und wir streicheln sie viel, ein Schelm wer dabei denkt das auch wir den Wirkstoff aufnehmen könnten… Aber Hauptsache es sind keine Fipronil-Eier 😀

 

 

Advantix/Effitix/Exspot

 

Diese drei Spot-on-Ampullen haben sehr ähnliche Wirkungsweisen, deswegen fasse ich sie zusammen.

 

Exspot: enthält Permethrin. Wie oben erwähnt ist es ein sehr tödliches Nervengift was stark vergiftend, aber auch repellierend wirkt. Aufgetragen als Ampulle ist es sehr wirksam.

Leider musste ich damit meinen Vorgängerhund „Wolf“ regelmäßig behandeln (oder auch vergiften), der eine hohe Zeckenlast hatte und ich noch unbedarft der Pharmaindustrie Glauben schenkte und es für unschädlich hielt.

Wolf hatte einige Zeit später (und das nicht erst im hohen Alter) Krebserkrankungen, die schließlich auch nach jahrelangem Kampf zu seinem Tod führten.

Das Internet ist voll von solchen Berichten, natürlich kann man nicht sagen alle Permethrin-behandelten Hunde sterben an Krebs, aber alle an Krebs erkrankten Hunde haben mindestens einmal im Leben mit Permethrin zu tun gehabt.

 

Wer übrigens mal abgelaufene Ampullen übrig hat, sie dürfen nicht wie sonstige Medikamente in den Hausmüll entsorgt werden, nein, sie müssen extra an die Schadstoffsammelstelle gegeben werden, soviel zur Ungefährlichkeit.

Ach ja, nebenbei ist es auch für Reptilien, Amphibien, Bienen, Fische und sonstige Wasserlebewesen tödlich.

 

Advantix: enthält Imidaclopridum und Permethrin.

Die ist eine ganz perverse Mischung, denn durch diese Kombination der Wirkstoffe wird eine synergistische Wirkung erzielt, dies bedeutet, beide Wirkstoffe potenzieren sich auf und wirken umso giftiger und stärker.

Permethrin ist ja mittlerweile schon ein alter Bekannter Umweltkiller, das Imidaclopridum steht dem aber in nichts nach, denn, oh Wunder, hier begrüßen wir einen weiteren Wirkstoff aus der Gruppe der Neonikotinoide! (Wir erinnern uns, meine Freunde die Neonikotinoide!)

Nun, es wirkt auch absolut tödlich auf sämtliche Insekten, Amphibien, Wasserorganismen etc, reichert sich im Grundwasser an und in den Böden, und sorgt so letztendlich dafür das nicht nur unser Tier vergiftet ist und das Gift in die Umwelt ausscheidet, sondern auch das unsere Natur immer ärmer wird und das Artensterben fortschreitet. Wenn es denn irgendwann weder Insekten noch Vögel noch genügend Obst und andere Lebensmittel, sowie unbelastetes Trinkwasser gibt, machen sich die Verantwortlichen vielleicht Gedanken warum (Wobei ja auch bis heute angeblich das „mysteriöse“ Bienensterben nicht geklärt ist in unserer doch so sauberen Umwelt..). Aber bis dahin sind die Verantwortlichen sowieso reich gestorben und es kann ihnen egal sein.

 

Effitix: enthält als Wirkstoffe Fipronil und Permethrin.

Also quasi wie eine Mischung aus Exspot und Frontline, um Zecken abzuwehren und zu töten, Fipronil um Flöhe und Zecken zu töten. Beide Wirkstoffe sind oben genau beschrieben und deshalb gehe ich nicht weiter darauf ein.

 

 

Broadline

 

Broadline ist eine Spot-on Ampulle ausschließlich für Katzen.

Sie ist (unglaublich aber wahr) eine Mixtur aus 4 verschiedenen Wirkstoffen die da sind:

Fipronil, S-Methopren, Eprinomectin, und Praziquantel.

Somit ist es ein Bombenangriff auf Flöhe, Zecken, Würmer aller Art (auch Bandwürmer).

Pluspunkt: Die Firma schreibt von  sich aus in der Packungsbeilage, dass die Anwendung von Broadline nur dann angezeigt ist, wenn alle drei Parasitengruppen gleichzeitig vorliegen und behandelt werden müssen.

Es ist ein Hammermittel. Die Wirkungsweise ist dieselbe wie beim Frontline, zumindest was die Zecken und Flöhe betrifft. Das S-Methopren soll Larven- und Eierstadien der Flöhe in der Umgebung abtöten.

Eprinomectin tötet Nematoden (Spul- und Hakenwürmer) durch Nervengift, das Praziquantel tötet Bandwürmer.

Somit hat man einen Giftcocktail vom feinsten!

Das einzige nützliche Anwendungsgebiet sehe ich bei verwilderten Hauskatzen, die nur alle Jubeljahre mal gefangen werden und dann direkt gegen Parasiten behandelt werden.

Die können dann auch durch ihre oftmals gesündere Ernährungsweise das Gift wieder ausgleichen.

 

 

Bravecto

 

So, das böse Bravecto ist an der Reihe…

Viele kennen es vielleicht aus Schlagzeilen oder von Facebook, es gab jedenfalls schon einige dokumentierte Fälle in denen es entweder epileptische Anfälle verursachte, Niereninsuffizienzen oder Lebererkrankungen. In ganz schlimmen Fällen führte es sogar zum Tod.

Aber von vorne.

Bravecto mit dem Wirkstoff Fluralaner ist eine Depot-Tablette die dem Hund verabreicht wird und damit 12 Wochen Zecken, Flöhe und Milben abtötet.

Der Wirkstoff ist extrem hoch dosiert damit die Depot-Wirkung auch wirklich bis zur zwölften Woche reicht…

Sie wirkt NICHT repellierend, also abwehrend, und tötet Zecken und Co erst ab NACHDEM sie gestochen haben. Also können hier auch trotz Giftgabe die Zecken pathogene Erreger übertragen. Kurzum: Eine Übertragung von Krankheiten wie Borreliose und Co kann durch Bravecto nicht vermieden werden, aber absammeln brauchen sie die Zecken nicht mehr…

Wurde Bravecto dem Hund verabreicht, wird es über die Magen- und Darmwand in den Blutkreislauf abgegeben und zirkuliert dort. Es reichert sich bevorzugt im Fettgewebe, Muskeln, Leber und Niere an. Je fettleibiger der Hund, desto langsamer wird der Wirkstoff abgebaut. Niere und Leber müssen Höchstleistungen bringen um das Gift wieder auszuschwemmen. Kommt nach drei Monaten eine neue Tablette bedanken sich Leber und Co…

 

Nebenbei erwähnenswert sind auch die weiteren Inhaltsstoffe wie Aromastoffe, Saccharose und Aspartam, damit die Tablette auch schmeckt und der Halter sagen kann: Na wenn er das freiwillig frißt kann es ja nicht so schlimm sein 😉

Jaja, Aromastoffe sind halt noch ein paar Chemikalien mehr, ohne Aroma geht heut doch eh nix mehr,  Saccharose, wer will ihm denn das bisschen Zückerchen verübeln? Und Aspartam, joa, noch ein kleines bisschen Süßstoff, das zwar in dem Ruf steht stark krebserregend zu sein und wären keine Schmiergelder vom Erfinder geflossen wäre es auch nicht im zweiten Anlauf damals zugelassen worden, aber so schmeckt die bittere Pille wenigstens! (Vorsicht Ironieanfall…)

 

Es gab Todesfälle und schwer erkrankte Hunde. Das ist Fakt. Auch wenn die Pharma-Firmen darauf pochen das ihr schönes neues Produkt jahrelang auf Verträglichkeit (natürlich an armen Versuchstieren) getestet wurde und absolut unbedenklich ist.

Leider zugeben muss ich, dass ich selber noch von keinem Fall persönlich erfahren habe das Bravecto Probleme bereitet hat. Und es wird sehr von den Tierarztpraxen-Kunden gefragt und verlangt, ist ein Top-Seller!

Aber der gesunde Menschenverstand sollte uns hier warnen,

die Frage ist: würden Sie eine Tablette schlucken die drei Monate lang dafür sorgt dass alle Stechinsekten sofort sterben NACHDEM sie von ihnen gestochen wurden?

Würden sie ernsthaft ein Gift schlucken was in ihrem Blut zirkuliert und Parasiten dadurch tötet das sie an Überreizung des Nervensystems sterben? Würden Sie ein Nervengift mit Depot-Wirkung schlucken???

Und da regen sich alle über Fipronil-belastete Eier auf…   ähem…

 

Ach, fast vergessen, als wäre das alles nicht schon traurig genug gibt es Bravecto jetzt auch für Katzen, in Spot-on-Ampullen-Form. Verkauft sich auch toll, schließlich killt es 12 Wochen lang Zecken und Flöhe bei der Katze…

 

Simparica

 

Ist quasi ein Abklatsch von Bravecto mit einem verwandten Wirkstoff, dem Sarolaner.

Es ist nicht so hoch dosiert und wirkt daher „nur“ ca. 4 Wochen gegen Flöhe, Zecken und Milben.

Die Wirkungsweise ist dieselbe, aber durch die geringere Dosierung wohl verträglicher.

Doch auch hier gilt dasselbe, es ist und bleibt ein Nervengift was im Körper unseres Haustieres zirkuliert. Wir „vergiften“ vorsätzlich unser Tier. Und wer denkt das nach einem Monat aller Wirkstoff weg ist der irrt, nur weil Zecken und Flöhe nicht mehr sterben, bedeutet nicht das der Körper es geschafft hat alles abzubauen. Lediglich der tödliche Wirkstoffspiegel für die Insekten ist gefallen.

 

 

Seresto

 

Bei dem Seresto handelt es sich um ein Halsband in dem zwei Wirkstoffe in dem Material des Halsbandes eingearbeitet sind. Gegen Flöhe der Wirkstoff Imidacloprid (das bereits oben erwähnte Neonikotinoid), gegen Zecken der Wirkstoff Flumethrin.

Es wirkt repellierend, also abwehrend, sodass es laut Hersteller erst gar nicht zu einem Stich kommt. Die Parasiten lassen sich fallen, sobald sie mit dem Wirkstoff in Verbindung gekommen sind, und sterben auch hier an Überreizung des Nervensystems.

Der Wirkstoff wird nach und nach auf den Fettfilm der Haut des Tieres abgegeben, und das bis zu acht Monate. Laut Hersteller wird nur wenig Wirkstoff abgegeben und deswegen ist es auch ganz unbedenklich für Tier und Mensch…

Nun, es wird sicherlich weniger Wirkstoff abgegeben als bei herkömmlichen Flohhalsbändern die den Wirkstoff in Pulverform auf sich tragen und stark riechen.

Aber sicherlich wird auch hier in sehr geringem Maße Wirkstoff sowohl vom Tier als auch vom Menschen aufgenommen. Natürlich ist das allein nicht so giftig, aber da wir und unsere Tiere kontinuierlich von Giftstoffen umgeben sind sollte genau abgewogen werden ob es gerechtfertigt ist diese Gifte zusätzlich zuzumuten.

Hier ein Zitat der Packungsbeilage:

„Aufgrund der schwachen Interaktion mit nicotinergen Rezeptoren beim Säugetier und der vermutlich geringen Penetration der Blut-Hirn-Schranke der Säugetiere, hat Imidacloprid nahezu keine Wirkung im ZNS von Säugetieren. Imidacloprid besitzt bei Säugetieren eine minimale pharmakologische Aktivität.“

Das bedeutet, es konnte nicht genau nachgewiesen werden wieviel Wirkstoff wirklich vom Haustier aufgenommen wurde, und wieviel dabei auch ins Hirn abgegeben wird!
Dazu kommt das Risiko des Halsbandes, Beim Hund weniger (wobei es auch hier nicht super ist wenn der Hund damit ins Wasser geht, es hat auch eine giftige Wirkung auf Wasserorganismen und Lebewesen), aber bei der Katze droht die Gefahr des Hängenbleibens und Erstickens. Natürlich hat das Halsband eine Soll-Bruch-Stelle die das verhindern soll und beim hängenbleiben sofort aufspringt, aber es kann trotzdem unglückliche Umstände geben in denen das nicht passiert. Oder die Katze stiefelt mit einer Vorderpfote durch und das Halsband bleibt in der Achsel hängen und verursacht schwerste Wunden, all das muss auch bedacht werden!

Einziger Vorteil: Es kann jederzeit abgenommen werden und in der mitgelieferten Metalldose aufbewahrt werden, so bleibt der Wirkstoff erhalten und es kann intervallartig eingesetzt werden. Wer unbedingt Gift möchte, kann es in der schlimmsten Zeckenzeit anwenden

 

 

Inuzid-Spray

 

es kommt von der Firma Inuvet, eher unbekannt, aber eine durchaus sympathische kleine Pharma-Firma die sich sehr bemüht ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe zu verarbeiten.

Das Inuzid-Spray ist ein reiner Repellent, tötet also nicht, sondern verhindert das Zecken überhaupt kommen und stechen.

Es wirkt auch gegen Flöhe und Milben, insbesondere Herbstgrasmilben.

Der Wirkstoff ist Pyrethrum (0,09%) , ein Mittel was auch in Läusemitteln für Kinder zu finden ist und in einigen Pflanzen“Schutz“mitteln, es ist ein natürliches Insektizid das aus der Chrysantheme stammt und schon in der Antike als „Anti-Läuse-Pulver“ eingesetzt wurde.

Die weiteren Inhaltsstoffe sind ein Extrakt aus Mutterkraut (Tanacetum Parthenium), Sesamöl, Tannin (dies ist ein natürlicher Abwehrstoff gegen Insekten aus der Kiefer) und Wasser.

Der einzige Nachteil ist das man es laut Hersteller alle 3 Tage aufsprühen muss, weil es biologisch abbaubare Wirkstoffe sind die sich dementsprechend unter Tageslicht schnell verbrauchen. Zugegeben sehr lästig, aber ein kleiner Preis dafür das wir unsere Tiere ohne sie zu vergiften zeckenfrei halten können.

Es eignet sich auch gut zur Bremsen und Fliegenabwehr bei Pferden.

Auch bei Kaninchen mit Verdauungsproblemen und verklebtem Po kann man es sorglos auf den Genitalbereich sprühen damit Fliegen ihre Eier dort nicht platzieren.

Katzen dürfen auch damit behandelt werden, man kann es da aber lieber auf ein Tuch aufsprühen und dann die Katze damit einreiben.

Hier eignet es sich besonders für die gebeutelten „Herbstgrasmilben-Opfer“ indem man es zu der risikoreichen Jahreszeit (Juli bis September) an die Pfoten sprüht und an den Bauch.

Eigene Erfahrungen konnte ich hiermit viele sammeln. Bei meinen Hunden hat es immer gut geholfen, auch wenn ich sie nie von Kopf bis Pfote eingesprüht habe, sondern lediglich die Beine, den Rücken und Halsbereich. Und, ja ich muss es gestehen, alle drei Tage hab ich das nie gemacht… Wenn ich wusste es geht in sehr zeckenreiche Gegenden habe ich es vor dem jeweiligen Spaziergang gemacht, oder vielleicht alle zwei Wochen. Dies hat immer sehr gut geholfen, wenn ich Zecken sah dann nur herumkrabbelnde die ich absammeln konnte.

Auch an mir habe ich das schon ausprobiert, weil Mücken und alle Stechinsekten geradezu auf mich fliegen 😉

Hatte dadurch auch ruhige, Mückenlose Nächte und Bremsenfreie Spaziergänge.

Also, vertretbar.

 

 

 

Doch sicherlich kennen einige von Ihnen auch natürliche Abwehrmittel.

Diese beruhen darauf die Zecke vorzuwarnen, gar nicht erst zu stechen, sondern es soll ihr ungemütlich und unangenehm gemacht werden, damit sie den Wirt bevor sie sticht freiwillig wieder verlässt. Dasselbe gilt für Flöhe.

Leider wirkt bei jedem Lebewesen etwas anderes gut, da wir und unsere Tier nun mal alle Individuen sind und jeder einen anderen Stoffwechsel hat.

Was also bei dem einen gut hilft, muss nicht auch bei dem anderen gut helfen! Das kann auch von Jahr zu Jahr variieren! Genau das macht es leider schwerer DAS eine Zeckenmittel zu finden…

Hier stelle ich ein paar Möglichkeiten vor:

 

 

Bernsteinkette

 

hier hört man ganz unterschiedliche Meinungen zur Wirksamkeit.

Wirken kann die Bernsteinkette durch elektrische Aufladung, die Bernsteine reiben aneinander und am Fell des Tieres, dadurch entsteht eine leicht elektrische Aufladung die die feinfühligen Zecken nicht leiden können. Damit die Bernsteinkette wirken kann ist es deshalb wichtig, unbehandelte (nicht geschliffene!) Bernsteine zu verwenden und sie müssen direkt aneinander liegen, also keine Knötchen dazwischen die als Abstandshalter fungieren.

Sie muss auch hin und wieder unter fließendem Wasser gereinigt werden und in die (nicht zu heiße!) Sonne gelegt werden um aufgeladen zu werden.

Hier habe ich schon viel positive Resonanz gehört, aber auch viele bei denen es nichts brachte, besonders bei langhaarigen Hunden eher unwirksam.

Eigene Erfahrung habe ich hier keine mit.

 

 

Tic-Clip

 

Bei dem Tic-Clip handelt es sich um eine Plakette die wie ein Anhänger am Halsband oder Geschirr befestigt wird. Leider für Katzen auch wieder schwierig.

Es ist eine Metall-Plakette mit einem weißem Muster auf rotem Hintergrund. Sie ist speziell beschichtet und gibt keinerlei Wirkstoff ab, ist also unbedenklich.

Die Wirkungsweise wird vom Hersteller nicht erklärt, ich denke, es ist auch die Wirkungsweise ähnlich des Bioresonanz-Chips, also auf Schwingungsmuster basierend.

Viele schwören darauf, andere schimpfen darauf. Eigene Erfahrungen habe ich hier keine, aber generell gilt, bei den biologischen Anti-Zecken-Mitteln sollte jeder seine eigenen Erfahrungen machen und alles nach und nach ausprobieren.

Die Plakette soll bis zu zwei Jahre halten, was dann auch den Anschaffungspreis von ca. 25€ rechtfertigt. Getragen werden muss er nicht immer, sobald man in zeckenfreier Umgebung ist kann er mit dem Halsband abgenommen werden und beim nächsten Spaziergang wieder angelegt werden.

Geeignet für alle Tiere, egal welche Größe (auch Menschen 😉 )

 

 

 

Bioresonanz-Chip

 

Es gibt auch die Möglichkeit mithilfe der Bioresonanz einen kleinen Metallchip (so groß wie eine 3V Knopfzelle) bespielen zu lassen, der mithilfe von Frequenzeigenen Schwingungsmustern Zecken und Flöhe fernhält. Dadurch erkennen die Parasiten ihr „Opfer“ nicht als Wirt und bleiben fern. Die Wirkungsweise klingt mysteriös, aber wie so vieles ist nicht alles leicht erklärbar und funktioniert doch (Oder können Sie in zwei Sätzen erklären warum man ohne Störungen mit dem anderen Ende der Welt telefonieren kann ohne Zeitverzögerung?).

Nachteil: der Hund /die Katze muss diesen Chip während der gesamten Zeckenzeit am Körper tragen. Also z.B. innen am Halsband befestigt, was aber bei der Katze wiederum problematisch ist. Man kann auch versuchen ihn in den Wassernapf zu legen, so wird das Wasser mit der Information bespielt, dann aber nur mit Glas oder Keramikwassernäpfen.

Die Wirkung des Chips lässt nach drei bis vier Wochen nach und kann dann neu aufgeladen werden.

Eigene Erfahrungen: Empfehlenswert! Hat bei beiden Hunden sehr gut geholfen, aber ich lasse die Hunde ungern im Haus mit Halsband rumrennen, das ist der Minuspunkt.

Und es hilft nicht bei jedem, aber ein Versuch ist es wert, denn dies ist eine absolut unschädliche und „unriechende“ Methode.

Übrigens: Er sollte nicht im Internet gekauft werden, keiner weiß wann und ob er wirklich bespielt wurde. Gewisse Tierärzte arbeiten mit Bioresonanz und bieten auf Nachfrage auch gerne den Chip an!

 

 

Kokosöl

 

Hier gibt es viele Meinungen. Wirksam ist es, ABER sehr aufwendig in der Handhabung.

Das liegt an der kleinen Tatsache das unsere lieben Vierbeiner ein wenig mehr Haare haben als wir.

Denn theoretisch wirkt aufgetragenes Kokosöl bis zu 6 Stunden, das bedeutet, man müsste vor jedem Spaziergang den Hund komplett einölen um eine sichere Wirkung zu erzielen. Das ist bei den langhaarigen Exemplaren leider äußerst aufwendig, und über den Verbrauch braucht man gar nicht erst zu reden. Katzen werden von der Prozedur sicher nicht begeistert sein, wenn es auch gut wirkt. Bei Ihnen kann es auch zur Grasmilbenzeit gut auf die Pfoten geschmiert werden. Leckt sich die Katze viel Kokosöl ab, ist das kein Weltuntergang, es hat auch eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den Darm.

Es ist aber sehr geeignet für den Menschen, der in der Regel nicht soviel Fell hat 😉

Er kann es sich in der Zeckenzeit auf Arme und Beine schmieren, fertig ist der Zeckenschutz und die Haut freut sich auch darüber!

Kokosöl wirkt da die Zecken den Geruch als abschreckend empfinden. Die enthaltene Laurinsäure vertreibt sie. In Indien wird Kokosöl nach wie vor als Anti-Läuse-Mittel beim Menschen erfolgreich eingesetzt.

Es ist ein gutes und wirksames Hilfsmittel, aber leider schwierig in de Anwendung.

 

 

Bierhefe/Formel Z

 

Diese Möglichkeit basiert auf der inneren Anwendung. Dem Tier wird Bierhefe einfach ins Futter gemischt. Die enthaltenen B-Vitamine werden über die Haut ausgedünstet (wir können das nicht riechen, auch nicht unsere Tiere), und Zecken sowie Flöhe finden das absolut abstoßend und bleiben fern.

Hier habe ich durchweg gute Erfahrungen bei meinen eigenen Tieren gemacht, ich füttere es zu den Zeckenhochzeiten zu, also im Frühjahr/Beginn Sommer und dann wieder Spätsommer/Anfang Herbst. Dies hat noch einen schönen Nebeneffekt, denn durch das enthaltene Biotin ist es eine gute Kur zur Unterstützung des Fellwechsels.

Auch Katzen nehmen es gerne an, es wirkt prima und sagt geschmacklich den Katzen sehr zu!

 

Formel Z ist ein kommerzielles Nahrungsergänzungsmittel mit Bierhefe, hier sind jedoch

auch andere Zutaten wie unter anderem Reisstärke und Pflanzenfett dabei. Dies hat meiner Meinung nach nichts im Futter unserer Fleischfresser verloren und deswegen fällt es bei mir durch. Zumal Bierhefe deutlich günstiger ist und praktikabel in der Anwendung.

 

 

Neem-Öl

 

viele kennen es vielleicht aus Fressnapf oder ähnlichen Läden, wo es freiverkäuflich erworben werden kann.

Das Neem-Öl wird aus dem Samen des Neem-Baumes (oder auch Niem-Baum genannt) gepresst. Als Wirkstoff enthält es unter anderen das insektizid wirkende Azadirachtin.

Dieser Wirkstoff hemmt die Larvenentwicklung indem es die Chitinentwicklung (Das Skelett vieler Insekten) stoppt und sich so die Insekten nicht weiter häuten können und sterben. Dadurch ist es für alle, sich nicht häutenden Insekten wie Bienen, Hummeln usw. unschädlich.

Leider ist es sehr instabil in Kombination mit Licht, was zu einer schnellen Unwirksamkeit im Sonnenlicht führt.

Es gibt Shampoos mit Neem-Öl, Tropfen und Halsbänder. Hier muss jeder für sich selbst das richtige finden.

 

 

Schwarzkümmelöl

 

2014 gewann ein Gymnasiast aus Bayern den Jugend-forscht Preis mit einem tollen Experiment. Er fand (und dies ohne ein Tier dabei in Mitleidenschaft zu ziehen) heraus, dass Hunde die mit Schwarzkümmelöl im Futter behandelt wurden, von Zecken gemieden wurden. Die Zecken nahmen regelrecht reißaus vor dem Zeug.

Es wurde den Hunden eine Woche lang täglich ins Futter gemischt, danach nur noch alle drei Tage, während der Zeckensaison.

Leider ist dies für Katzen wieder nicht geeignet aufgrund der ätherischen Öle.

Geachtet werden muss auch darauf das es kein raffiniertes Öl ist, denn dann geht die repellierende Wirkung durch die fehlenden ätherischen Inhaltsstoffe verloren.

 

 

Kiefernöl

 

Auch hier gibt es viele die darauf schwören, andere die es vehement verneinen. Für Katzen völlig ungeeignet, nur für Hunde anwendbar da es sich um ätherische Öle handelt.

Es sollte bitte niemals auf dem Tier selber angewendet werden, die kann Hautreizungen verursachen!

Gedacht ist es für das Schlafkissen des Hundes. Dort werden einige Tropfen verteilt, durch das liegen des Hundes darauf wird der Geruch angenommen, und übers Fell an die Parasiten zur Abschreckung weitergegeben. Kiefern haben ein natürliches Antiparasitikum in ihrer Rinde, das Tannin. Dies ist also auch im Kiefernöl enthalten. Für den Menschen wieder Top, der kann es auf seine Kleidung tropfen, fürs Tier fraglich, aber für Hunde zumindest versuchenswert, es gibt viele Hunde bei denen es super hilft!

 

 

Sichtkontrolle

 

Hier kommt die einfachste und ungiftigste Methode überhaupt: Nach jedem Spaziergang in Zeckenreicher Umgebung wird der Hund abgesucht. Da Zecken längere Zeit auf ihrem Wirt krabbeln um die perfekte Stelle zu finden, halten sie sich nach Spaziergängen meist an Kopf oder an der Bein/ Bauchregion auf. Was bei einem hellen kurzhaarigen Tier noch gut zu bewerkstelligen ist, wird beim dunklen und vielleicht auch noch langhaarigem Hund eine Tortur. Hier kann man es mit einer Klebe-Fusselrolle probieren, der Hund wird abgerollt und die Zecken bleiben kleben, ätsch!

Wenn ich mit meinen Hunden z.B. am zeckenreichen Rhein war, werden die beiden Zuhause auf die Seite gelegt und kurz abgesucht. Das geht schnell und ist effektiv. Selten geht mir eine durch die Lappen 😉

Bei Katzen ist dies leider wieder schwierig, da Freigänger ja oft rausgehen und nicht jedesmal abgesucht werden können.

 

 

Als Schlussmoral möchte ich noch darauf hinweisen dass Bayer und die anderen Pharma-Riesen all unsere heute erhältlichen Antiparasitika in zahlreichen Tierversuchen getestet haben. Und dies bedeutet nicht, dass das kleine Beagle-Welpchen im Labor einmal eine Ampulle aufgetragen bekommt und dann wieder mit seinen Kumpels toben kann, diese Versuchstiere, Hunde, Katzen, Kaninchen, Ratten, Mäuse etc. werden nach Anleitung vergiftet und mit den Antiparasitika gezielt überdosiert, um die giftigste Höchstdosis (toxische Grenze) zu ermitteln, und die Nebenwirkungen herbeizuführen, die im schlimmsten Falle auftreten können. Dabei lassen unzählige ihr Leben. Hieran denkt natürlich niemand wenn er beim Tierarzt seine Zeckenampullen kauft. Wird ja auch schön anonym und leise im Hintergrund vollzogen. Wir sehen nur die bunte Werbung und hören von den Gefahren die von Zecken ausgeht…

 

Abgesehen davon kann über die Langzeitschäden die durch regelmäßig angewendete Antiparasitika entstehen keiner etwas sagen. Es wird die direkte Nebenwirkung aufgeführt und protokolliert, aber kein Labortier wird 10 Jahre behandelt und dann auf den Kopf gestellt. Oder es wird nicht in Verbindung gebracht mit Krebserkankungen, Epilepsie, chronischen Organerkrankungen etc. (ähnlich wie bei Impfungen)

Und wofür? Damit wir keinen Ekel vor Parasiten haben müssen und die Pharmaindustrie weitere Millionen scheffeln kann.

Ist es das wert?

Letztendlich muss jeder für sich entscheiden was er seinem Tier und der Umwelt zumuten will/kann, und was nicht. Probieren Sie die natürlichen Mittel einfach mal aus, jeder macht hier unterschiedliche Erfahrungen. Gerne berate ich auch persönlich zu diesem Thema bei weiteren Fragen.

 

 

 

 

 

 

 

3 Kommentare

  1. Thomas sagt:

    Ein wirklich sehr sehr hilfreicher Artikel! Gerne werde ich diesen auf unserer Facebookseite in den nächsten Tagen teilen. Ich liebe Mehrwert! Danke und weiter so! Grüße Thomas

  2. Naomi sagt:

    Huhu, interessant, euer Artikel! Aber ich muss anmerken, dass Zecken keine Insekten sind… Das sind Arthropoden =)

  3. Sehr guter Artikel und sehr gut recherchiert über die Inhaltstoffe der chem. Mittel. Die Neonikotinoide sind jetzt die Hauptkiller der Honigbiene, wenn wir zusammen zählen, wieviel Hunde/Katzen und auch Nutztiere diese über Harn und Kot ausscheiden können, sind die Massnahmen im Feldbau (Verbot in Deutschland) nicht so zielführend! Die grössten Hauptprobleme sind aber die ausufernden elektromagnetischen, nichtionisiernenden Funkstrahlen (z.B.Handyaussendemasten) und dies nicht nur bei Bienen. Auch Vögel, nisten in weitem Umfeld, nicht mehr, wie auch Eichhörnchen etc. Bei Bravecto (CH) wird bei uns immer wieder behauptet, das dies auch Demotexmilben wirkt, ich habe noch keinen Erfolg gesehen , bei Fuchsräuden hingegen schon. Eine weitere Methode zum Schutz vor Zeckenbisskrankheiten, kann nach erfolgtem Stich, Kolloidales Silber gemischt mit DMSO 50/50% auf dîe Stichstelle sofort nach dem Entfernen, aufgetragen werden um die Erreger mit guter Tiefenwirkung abzutöten. Dies würde mind. einen Schutz bedeuten, bei Zecken die wir sehen.;-)

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